Biokontrollierte Streutoilette, BST

Der Begriff biokontrollierten Streutoilette, BST wurde in den 90er Jahren von Prof. Joseph Országh (im Französichem: toilette à  litière biocontrôlée, TLB) eingeführt und bekannt gemacht.

Funktionsweise

Er weist auf die Funktionsweise der Toilette und auf die Unterbindung von Geruchsbildung hin. Die Gerüche werden verhindert und „kontrolliert“, indem man ein zellstoffhaltiges Material pflanzlicher Herkunft nach jeder Benutzung hinzufügt.

Der Einstreu (Zellstoff pflanzlicher Herkunft, z.B. Hobelspäne) blockiert die enzymatische Reaktion in den Ausscheidungen, welche für die Geruchsbildung zuständig ist. Dies funktioniert nur, wenn Urin in dem Prozess involviert ist, was grundsätzlich gegen die Trennung von Urin und Stuhl spricht.

Eine biokontrollierten Streutoilette benötigt keine Belüftung. Voraussetzung ist, dass man einen Garten oder eine andere Freifläche hat, bei dem die Reststoffe kompostiert werden können.

Eine biokontrollierten Streutoilette ist eine einfache und geruchsfreie Toiletten-Lösung. Der natürliche Stoffkreislauf ist damit geschlossen.

Benutzung

Zu Beginn wird die Toilette mit einer Schicht Einstreu (Hobelspäne, Rindenschrot, Hanfschäben, gehäckselte und trockene Grünabfälle …) gefüllt. Bei jeder Benutzung gibt der Nutzer der Toilette eine Handvoll Einstreu in die Toilette.

 
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