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Artikel aus der Leipziger Volkszeitung | Dezember 2017
Jörg ter Vehn | Foto : A.Kempner

Verdunstung per Schlot

Erstes Trockenklo am Störmthaler See entstanden

Entfernt erinnert es mit seinem Schlot an ein kleines Kraftwerk – und so ganz falsch ist das nicht: Das erste Trockenklo im Neuseenland ist jetzt am Störmthaler See entstanden.

Praktisch: Am neue Trockenklo beraten Gabriela Lantzsch, Sandra Brandt, Matthias Rensen und Künstler Tino Schneider (v.l.), wie es verschönert werden kann. Quelle: A.Kempner

Grosspösna. Entfernt erinnert es mit seinem Schlot an ein kleines Kraftwerk – und so ganz falsch ist das nicht: Das erste Trockenklo im Neuseenland ist jetzt am Störmthaler See entstanden. Am Donnerstag berieten die Gemeinde Großpösna und der Tourismusverein Leipziger Neuseenland mit dem Graffiti-Künstler Tino Schneider, wie es noch verschönert werden kann.

„Es ist das erste barrierefreie und das erste mit einem Außenurinal dieser Art“ erzählte Matthias Rensen vom Bauamt Großpösna. Durch den schwarzen Schlot, der gen Süden ausgerichtet sei, werde Luft aus dem Fäkalientank und dem Innenraum abgesaugt. Der Unterdruck vermindere die Geruchsbelastung im stillen Örtchen, sorge auch für eine Verdunstung des Tankinhalts. Rensen geht davon aus, dass der 60-Liter-Tank nur „ein bis zweimal im Jahr“ geleert und abgefahren werden muss.

Bis zur nächsten Saison sollen drei dieser Trockenklos am Störmthaler See aufgestellt sein. „Wir wollen erstmal Erfahrungen damit sammeln und schauen, wie hoch die Unterhaltskosten liegen“, so Bürgermeisterin Gabriela Lantzsch. Die Standorte für die Örtchen hatte der Zweckverband Kommunales Forum in einer Studie für das gesamte Neuseenland ermittelt.

Gekostet hat die Toilette rund 25 000 Euro, die aber komplett gefördert wurden über das Programm „Lieblingsplätze für alle“ des Freistaats.

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Logo General-Anzeiger, Bonn. Artikel über Komposttoiletten auf der Klimakonferenz 2017 in Bonn.

Artikel aus dem Bonner General-Anzeiger Rubrik Politik | November 2017
Lisa Inhoffen

ausgeCOPelt

Toilettengang als Lehrstück

Wohin geht selbst ein Kaiser zu Fuß? Richtig. Zum stillen Örtchen. Auch das haben die Klimaschützer zum Thema auf der Cop23 gemacht. Nein, nicht das menschliche Bedürfnis eines Kaisers. Sondern das Örtchen an und für sich. Vermutlich werden die Delegierten und auch die meisten anderen Gäste, die in der Bonn- oder der Bula-Zone unterwegs sind, davon nichts mitbekommen. Denn die Sanitäranlage, um die es geht, steht auf dem Gelände der begehbaren Weltkugel „Climate Planet“, die im Amphitheater der Rheinaue aufgebaut ist und wo sich Jedermann und Jedefrau, also alle ohne offizielle Akkreditierung, über Klimaschutz informieren können.

Dort wird selbst der Toilettengang zu einem Lehrstück. Von wegen Dixi-Klo: Von außen sehen die Bio-Toiletten zwar aus wie Plumpsklos von anno dazumal, von innen sind sie aber ausgestattet mit bequemer Holzbrille und großen Papiersäcken mit Einstreumaterial, die jedem Meerschweinchen- oder Hasenbesitzer bekannt vorkommen dürften. Statt mit kostbarem Wasser spült man sozusagen mit nach Wald duftenden Holzspäen nach, von denen man zwei bis drei Schaufeln voll in die Toilette geben soll. Das Klopapier ist selbstverständlich 100 Prozent aus recyceltem Papier. Und die Hände werden drau´ßen am Becken mit so wenig Wasser wie nötig und mit der guten alten Seife gewaschen, wie man sie von früher kennt. Und während man sich die Hände wäscht, kann man auf den Schildern nachlesen, wie wir mit den herkömmlichen Toiletten doch der Umwelt schaden, ja richtiggehend zu Umweldsündern geworden sind, weil wir den Kreislauf von Nahrung und Abfallverwertung als Dünger unterbrechen. „Ein WC-Dilemma“, titeln die Initiatoren auf ihren Plakaten.

Eine Frage, die uns da in den Sinn kommt: Wie funktionieren denn diese Klos eigentlich in Mehrfamilenhäusern? Und welche Familie hat bereits Erfahrung gesammelt bezüglich der Zuständigkeit für die Entsorgung der Auffangbehälter und so? Also, bei unserem Meerschweinchen hat stets unsereins das Los getroffen, weil die Kinder, die soooo gerne ein Haustier haben wollten, sich dazu aus den unterschiedlichsten Gründen außerstande sahen.

Übrigens: In Berlin plant die rot-rot-grüne Senatsregierung bereits auch ohne Weltklimakonferenz, die öffentlichen WCs in der Stadt durch Bio-Klos zu ersetzen. Da kommt dann sicher die heimliche Hymne der Stadt von Paul Lincke schnell wieder in Mode: Ja, ja, das ist die Berliner Luft, Luft, Luft, so mit ihrem holden Duft, Duft, Duft…

Schlagwörter: Umweltbelastung, Umweltschutz, Stadt, Sanitäranlage
Beitrag: Toilettengang als Lehrstück Von Lisa Inhoffen
Quelle: Bonner General-Anzeiger Online-Archiv
Ressort: Politik
Datum: 16.11.2017
© Bonner Zeitungsdruckerei und Verlagsanstalt H. Neusser GmbH

nowato in der Presse - Oya 2017
Artikel aus der Oya | Ausgabe 43, 2017
von Andrea Vetter, Anja Humburg

Wohin mit unserem Mist?

Es stinkt – schnell weg damit in die Kanalisation! Das ist die ­heutige Einstellung zu unseren Verdauungsprodukten. Dafür sind diese Schätze jedoch viel zu kostbar. […]
Weiter lesen…

Öffentliche Trockentoilette Kazuba - nowato

 

 

 

 

 

 

 

Oya Ausgabe 43 – Wohin mit unserem Mist


Fachzeitschrift 'Zeit und Raum' - Die Fachzeitschrift, Datenbank und Messe für Planer, Kommunen und Entscheider

Artikel aus der Fachzeitschrift Stadt und Raum | August 2016

Die Kazuba-Toiletten: Die Kabine KL2 Barrierefrei

nowato Trockentoilette Kazuba KL2 barrierefrei
Trockentoilette Kazuba KL2 barrierefrei

Das längliche und modulare Design der Toiletten-Kabine »KL2 Barrierefrei« ermöglicht die Anpassung an die örtlichen Gegebenheiten. Die Kabine ist 180 Grad orientierbar und ihre Tür links oder rechts positionierbar.

Damit können Ihre Anforderungen, der Zugang für die Nutzer oder die Sonneneinstrahlung berücksichtigt werden.

Die Abmessungen betragen 172 x 234 x 242 Zentimeter (B x L x 1-1), Sockel und Korpus aus feuerverzinktem Stahl stehen für eine hohe Haltbarkeit. Die Wände aus thermisch behandeltem Holz (ThermowoodTM) mit Nut-und Feder-Brettern und FSC-Siegel schaffen eine besondere Ästhetik. Kazuba-Toiletten können überall eingesetzt werden, wo kein öffentlicher Abwasserkanal vorhanden ist oder wenn eine herkömmliche WC-Anlage zu kostspielig ist.

Sie eignen sich insbesondere für öffentliche Plätze wie zum Beispiel Strände, Rad- und Wanderwege, Park-, Sport- und Freizeitanlagen, Park- oder Pausenplätze. Bereits durch eine leichte Brise wird ein Ventilator angetrieben und das System gelüftet. Das autonome Toilettensystem mit seiner ausgeklügelten Technik
benötigt nur Sonne und Wind.

Information:
nowato GmbH,
Melemstraße 5,
60322 Frankfurt am Main,
Tel.: (0 69) 60 50 49 57,
E-Mail: info@nowato.com,
Internet: www.nowato.com

Quelle: Stadt und Raum, August 2016.

Scan vom Artikel, Fachzeitschrift Stadt und Raum

Logo lokale Zeitung 'Die Rheinpfalz'

Artikel aus der Rheinpfalz | Oktober 2015
Anja Hartmetz | Foto : Stepan

MORSCHHEIM: Gemeinde hat Trockentoilette am Piratenschiff installiert — Für ständige Luftzufuhr ist gesorgt

Lange hat man im Morschheimer Gemeinderat nach einer Lösung gesucht, wie nun der Spiel- und Rastanlage am Piratenschiff eine Toilette verschaffen könne, die preiswert, nicht besonders wartungsintensiv und trotzdem eini-germaßen angenehm zu nutzen sein sollte. Inzwischen ist die Lösung gefunden.

Trockentoilette Kazuba in Morschheim
Das Klohäuschen ist barrierefrei und immer geöffnet. FOTO: STEP/44

Ein Dixi-Klo oder ein Toilettenwagen sollte es nicht sein, ein gemauertes Häuschen auch nicht. Zu teuer das eine, zu umständlich zu warten die anderen. Doch Tatjana Fuchs von der Bauabteilung der VG-Verwaltung fand schließlich das richtige Örtchen: Es ist klein, kompakt, sieht nicht mal schlecht aus und hat vor allem nur 10500 Euro (zuzüglich Montage) gekostet, von denen die Gemeinde nur 40 Prozent aufbringen muss.
Der Clou: Es handelt sich um eine Trockentoilette, ein besonders aus-geklügeltes System, das laut Hersteller nur ein- bis zweimal im Jahr geleert werden muss, was die Firma selbst übernimmt, aber trotzdem keine unangenehmen Gerüche entstehen lässt. Hersteller ist die in Frankreich angesiedelte Firma Kazuba. Der Vertrieb in Deutschland läuft über die Nowato GmbH in Frankfurt.

Das Prinzip dabei ist im Grunde simpel: Egal, wie groß das Geschäft ist, die Schüssel mündet direkt in einen Behälter, in dein sich ein Korb befindet, der die Feststoffe auffängt. Darunter gibt es eine Wanne, in die der Urin abfließt. Ein konstanter Luftzug sorgt dafür, dass die gesamte Flüssigkeit ausdunstet und die Feststoffe austrocknen. Laut Hersteller soll auf diese Weise das Volumen der Reststoffe um bis zu 90 Prozent reduziert werden, der Urin komplett verdunsten – und Gerüche gar nicht erst entstehen.
Für Luftzufuhr wird einmal durch die Bauweise des Häuschens gesorgt: Wände und Bodenplatte schließen nicht dicht ab, sodass immer ein Zug herrscht. Zudem hat die Kloschüssel keinen Deckel: Die Luft wird konstant durch die Schüssel in den darunter hegenden Tank gesaugt. Das ist möglich, weil das Häuschen auch noch einen Abluft-Schornstein hat: Das eigenartige schwarze Gebilde zieht mit seinem Ventilator in der Spitze – der schon von einem leichten Windhauch in Bewegung gesetzt wird – die Luft an. Der schwarze Anstrich soll zusätzlich die Sonneneinstrahlung verstärken und die erwärmte Luft noch schneller aufsteigen lassen – und somit den Abzug verstärken.
So jedenfalls teilt die Herstellerfirma das mit. Wie störungs- und vor allem geruchsfrei das Trockenklo tatsächlich funktioniert, wird sich in ein paar Monaten zeigen. Die sonstige Ausstattung ist übrigens sehr überschaubar: Für die Handwäsche gibt es statt Wasser und Seife ein schnellverdunstendes Gel. Immerhin: Papier ist da. (ajh)

Quelle: Die Rheinpfalz, 30.10.2015

Artikel über nowato in der Rheinpfalz


Artikel im PDF Format
Artikel aus der Rheinpfalz | Oktober 2015
Anja Hartmetz | Foto : Stepan


 

 

Artikel aus dem Companion Magazine N°3 | Januar 2015

Artikel über nowato im Companion Magasine N°3

Companion Magazine N°3 im PDF Format, Seite 14

nowato in der Presse - Frankfurter Rundschau

 

Artikel aus der Frankfurter Rundschau | 14. Januar 2015
von Amelie Buskotte | Foto : Christoph Boeckheler

Alternative zum Chemie-Klo

Komposttoilette, wissenschaftsgarten Frankfurt Riedberg
Am Campus kann man mit Sägespänen „spülen“. Foto : Christoph Boeckheler

Frankfurt-Sossenheim

Die Schwestern Séverine und Elisabeth Felt haben ökologisch nachhaltige Komposttoiletten entwickelt. Statt Wasserspülung oder übel riechender, chemischer Desinfektion wird hier mit Sägespänen „gespült“.

Sie sehen aus wie die bekannten Plumpsklos mit einem kleinen Herz auf der Tür. Und eigentlich sind die beiden Toiletten, die auf dem Gelände des Wissenschaftsgartens der Universität Frankfurt stehen, das auch. Aber die beiden Häuschen haben eine Besonderheit: Es sind ökologisch nachhaltige Toiletten.
Statt Wasserspülung oder übel riechender, chemischer Desinfektion, wird hier mit Sägespänen „gespült“. Nach jedem Toilettengang, muss eine Schaufel mit Spänen in die Toilettenschüssel geworfen werden. „Dadurch ist die Toilette absolut geruchsneutral“, erklärt Séverine Felt, Mitgründerin des Unternehmens „Nowato“. Sie und ihre Schwester Elisabeth Felt gründeten 2011 das Unternehmen. „Wir wollten etwas Eigenes machen – etwas das über die anderen Umweltschutzmaßnahmen hinaus geht“, sagt Elisabeth Felt.

Auf Reisen hatten die Frankfurterinnen die Komposttoiletten – so heißen die Toiletten, weil die Sägespäne kompostierbar sind – entdeckt. Vor allem in Frankreich sind diese verbreitet. „Wir haben sie ausprobiert und waren erstaunt, wie gut es funktioniert“, sagt Séverine Felt.

Alten Job an Nagel gehängt

In Deutschland war die „Szene noch sehr klein“, sagt Elisabeth Felt. Für die beiden ein guter Grund, den alten Job an den Nagel zu hängen und ein Unternehmen zu gründen. Gemeinsam mit Produktentwicklern und einer Schreinerei aus Bayern entwickelten sie 2011 die erste Komposttoilette.

Seitdem haben sich die Toiletten beständig weiterentwickelt. Weil die Unternehmensgründerinnen die Toiletten nicht nur vermieten, sondern auch Europaweit verkaufen, mussten die Toilettenmaße den Versandmaßen entsprechen. „Das ist gar nicht so leicht“, sagt Séverine Felt. „Man muss so viel bedenken und am Ende schleichen sich doch immer noch Fehler ein.“

Passend zu den Toiletten gibt es Handwaschbecken, die ebenfalls aus Holz gefertigt sind und komplett ohne Wasseranschluss auskommen. „Da haben wir lange tüfteln müssen, damit die versendet werden können“, sagt Séverine Felt. „Es ist ein Lernprozess“, erwidert die ein Jahr jüngere Schwester. Ein Büro haben die beiden Unternehmensgründerinnen nicht. „Wir arbeiten von Zuhause aus“, sagt Elisabeth Felt. Die Toiletten, die verkauft werden, werden direkt aus der Schreinerei versandt. Die Klohäuschen für die Vermietung stehen auf einem Gelände in Sossenheim. Damit die Toiletten wirklich nachhaltig sind, achten die Unternehmerinnen darauf, dass nur Holz aus nachhaltigem Anbau verwendet wird. Weil die Toiletten zudem wind- und wetterfest sein müssen, wird überwiegend Lärchenholz verarbeitet.

Einen großen Kundenstamm konnten sich die Schwestern schon aufbauen. So werden in Frankfurt und Umgebung immer häufiger ihre Toilettenhäuschen gemietet – etwa für Spielplätze, Filmdrehs aber auch private Veranstaltungen wie eine Hochzeit.

Neben dem Wissenschaftsgarten und dem Botanischen Garten, wo die Toiletten dauerhaft stehen, wünschen sie sich noch bekannter zu werden in Frankfurt. Denn begeistert sei jeder von dem ökologischen stillen Örtchen. „Es macht Spaß, wenn man sieht, dass die Menschen zufrieden sind“, sagt Elisabeth Felt. „Dafür lohnt sich die Arbeit.“


Artikel im PDF Format | Artikel URL, Frankfurter Rundschau [15.01.2015]

Artikel aus der Frankfurter Rundschau | 14. Januar 2015
von Amelie Buskotte | Foto : Christoph Boeckheler


nowato in der Presse - RheinMain Extra TippArtikel aus dem Rhein-Main Extra Tipp | 25. Oktober 2014
von Christian Reinartz, Frankfurt

Alternative zum Dixi-Klo: Mobile Öko-Toiletten aus Frankfurt
Frankfurterin will das Dixi-Klo-Geschäft revolutionieren

Großes Geschäft: Öko-Klos erobern Rhein-Main

Frankfurt – Eine Frankfurterin will mit ihrer Schwester das Dixi-Klo-Geschäft revolutionieren. Ihre Idee: Bio-Toiletten aus Holz.
Die sind bequem und produzieren nützlichen Kompost. Der EXTRA TIPP hat die Öko-Klos getestet. Von Christian Reinartz

die Revolutionärin
Alles Nadelholz: Innen drin erwartet einen finnische Sauna-Optik.

Sie sehen aus wie ein Klohäuschen auf dem Bauernhof: Komplett aus Holz, nur das Herzchen-Loch fehlt. Innen drinnen erwartet einen finnische Sauna-Optik: Alles ist aus Nadelholz gefertig. Selbst Klobrille und -deckel sind aus Fichte. Neben dem Klo steht eine Box mit Sägespänen. An der Innenseite der Klotür prangt ein Comic – die Benutzungsanleitung. Schwer ist es nicht. Brille hochklappen. Sich seines Bedürfnisses entledigen. Danach eine Schippe Sägespäne drauf. Fertig.

nowato Toilette, Frankfurt - Extra Tipp

Für die Frankfurter Schwestern Elisabeth und Severine Felt kam es bei dem Entwurf des Öko-Klos auf Komfort an. „Unsere Toiletten sind sehr bequem und man fühlt sich sofort wohl darin“, sagt Elisabeth Felt. Als sie und ihre Schwester die Geschäftsidee hatten, waren die beiden auf der Suche nach einem reinen Bio-Projekt. „Das haben wir gefunden“, sagt Felt. „Die Hinterlassenschaften werden von uns komplett kompostiert. Nichts davon landet in der Kanalisation.“ 30 Kompost-Toiletten haben die beiden schon zum Vermieten in ihrem Bestand.

Stadt Frankfurt ist auf die Idee aufmerksam geworden

Mittlerweile ist auch die Stadt Frankfurt auf die beiden Unternehmerinnen aufmerksam geworden. Ihre Okö-Häuschen stehen schon im Botanischen Garten und im Wissenschaftsgarten Riedberg.

In Zukunft wollen die Felt-Schwestern aber noch viel mehr ihrer Toiletten im Rhein-Main-Gebiet aufstellen. „Schon jetzt gehören zahlreiche Filmproduktionen zu unseren Kunden“, sagt Felt. „Es wäre unser Traum, die Stadt im großen Stil mit unseren Kompost-Toiletten auszustatten.“

Wer diese einmal selbst ausprobieren möchte, kann dies beim BMW-Frankfurt-Marathon an diesem Sonntag am Opernplatz ausprobieren.

Artikel im PDF Format | Artikel URL, Extra TIPP [25.10.2014]


nowato in der Presse - FAZ
Artikel aus der FAZ | 19. Juli 2014
von Kerstin Pasemann, Frankfurt

Ökologische Dixie-Klos

Mit Sägespänen spülen

Dixie-Toiletten sind ein Graus, vor allem wegen ihres Geruchs. Zwei Frankfurterinnen haben eine ökologische Alternative entwickelt.
Statt Plastikhäuschen stellen sie Komposttoiletten mit einer Spülung aus Sägespänen auf.

Öko-Toilette, FAZ

Naturverbunden: Elisabeth (links) und Séverine Felt mit der Öko-Toilette. Foto : Cornelia Sick

Die Idee kommt den beiden Schwestern Elisabeth und Séverine Felt auf einer Marokko-Reise: Sie wollen sich selbständig machen – mit mobilen Komposttoiletten. So gründeten sie 2011 ihr Unternehmen Nowato und stiegen als Erste in Deutschland in die Vermietung von mobilen Komposttoiletten ein. „Wir hatten das Gefühl, damit etwas bewegen zu können“, begründet Elisabeth Felt den Schritt zum Unternehmertum.

Drei Jahre später kurvt ihr weißer Kleintransporter über eine unbefestigte Straße im Grünen. Das Gelände gehört zur Gärtnerei Müller & Pfützner in Frankfurt-Sossenheim. Ein Stück Märchenwald mitten in der großen Stadt. Darin steht eine kleine Laube, aus verschiedenen Pappen und Hölzern geschustert, versteckt unter großen Nadelbäumen. Hier im Lager des kleinen Start-ups dienen Transportpaletten als Unterlage, daneben türmt sich ein kleiner Kompost. Alles wirkt ein wenig improvisiert, eine Firma im Freien.

Sägespäne gegen den Uringeruch

Auf einer Lichtung steht eines der Produkte: das Modell „Wiese“ mit Holzwänden statt Plastikhülse. Aber noch mehr unterscheidet es von den üblichen Mobiltoiletten: Hier wird nach dem Toilettengang nicht mit Wasser, sondern mit Sägespänen gespült. „So riecht es überhaupt nicht“, sagt Séverine Felt. Die Einstreu binde Gerüche und verbessere die Kompostierbarkeit. „Ökologisch“, wie sie sagen, „da kein Trinkwasser verbraucht wird und auch keinerlei Abwasser entsteht.“ Anders als bei Plastikkabinen, die mit viel Chemie das Ausgeschiedene desinfizieren, müsse hier hinterher kein Schwarzwasser energieaufwendig gereinigt werden. Die Reste werden einfach kompostiert.

Den Bau der Außentoiletten haben sie an zwei Unternehmen ausgelagert. Ein Modell fertigt das Berufsbildungswerk Südhessen in Karben, das Jugendliche mit Behinderung ausbildet. Die anderen Toiletten schreinert die Firma Gartenfrosch aus der bayerischen Gemeinde Egling an der Paar. Das Ausleihen des günstigsten Modells kostet 100 Euro am Tag. Den vollen Service mit Wartung und Entsorgung bietet Nowato für 200 Euro am Tag. Wie bei konventionellen Anbietern sinkt der Preis pro Tag, je länger man die Toilette mietet. Will man eine Toilette kaufen, kostet das mindestens 1700 Euro. Doch nicht nur Außentoiletten gibt es bei der Firma Nowato, auch mobile Waschbecken und Innentoiletten sind im Angebot. Insgesamt verteile sich ihr Gewinn ungefähr gleich auf Verkauf und Vermietung.

Ein WC steht im Botanischen Garten Frankfurt

Und das Geschäft läuft. Während ihr erster Auftrag sie noch nach Berlin direkt ans Brandenburger Tor führte, laufen die Aufträge nun zusehends aus der Region ein.
Ihre Komposttoiletten hätten sich in Frankfurt und Umgebung herumgesprochen. „Die Leute sind immer zufrieden“, sagt Elisabeth Felt.
Ihre WC-Häuschen standen schon auf Festivals und Mittelalterfesten. Sie finden sich auf Spielplätzen und an Filmdrehorten, wie bereits an einem „Tatort“-Set.
Auch die Gäste der Botanischen Gärten in Frankfurt finden in den Nowato-Modellen ein stilles Örtchen. Privatleute bestellen die Holzhäuschen zur Notdurft für Hochzeiten oder den Schrebergarten. Und die Kunden bleiben treu, viele versorgen die beiden Frauen schon seit einigen Jahren.
Inzwischen sind sie auch nicht mehr die Einzigen auf dem deutschen Markt. In Hamburg, Berlin und Kassel haben sich weitere Firmen für mobile
Komposttoiletten gegründet.

Eines schätzen die beiden Unternehmerinnen nach drei Jahren mit den Komposttoiletten besonders: das Erfinden. Zusammen mit den Werkstätten tüfteln sie an neuen Modellen. Genau das Richtige, sagen sie, denn nach der Universität wollten sie keinen trockenen Job am Computer.

Artikel im PDF Format | Artikel URL, FAZ



Artikel aus dem Rheingau Echo | 3. Juni 2014

GERÄTE & TECHNIK

Perfekt für den Garten

Kompost-Toilette im Grünen

Presse Main-Echo 2012

In der Garten-Ausstellung bei Ambiente Giardino auf Schloss Johannisberg stellte die Firma nowato ihre neue Kompost-Toiletten vor. Selbst der fleißigste Gärtner braucht irgendwann ein stilles Örtchen. Auch eine gelungene Gartenparty funktioniert nicht ohne. Doch was tun, wenn für die Toilette ein Wasseranschluss fehlt?

Kompost-Toiletten von nowato lösen dieses Problem auf elegante Weise. Die von Designern gestalteten und in Deutschland und Frankreich nach ökologischen Standards gefertigten Toiletten aus Holz funktionieren ganz ohne Wasserspülung. Eine Schaufel Hobelspäne ersetzt die
Spülung und verhindert die Geruchsbildung. Anschließend können die Reststoffe kompostiert werden. Die Frankfurter Unternehmerinnen Elisabeth und Severine Felt vermieten und verkaufen diese Kompost-Toiletten bereits erfolgreich.
Auf Schloss Johannisberg präsentierten sie das neue Modell „Wiese“, das sich ideal für jeden Garten eignet. Das mit viel Liebe zum
Detail konzipierte und in einer Holzwerkstatt in Bayern hergestellte stille Örtchen besticht mit einer hübschen Ausstattung.

Artikel im PDF Format |
Artikel URL, Rheingau Echo


nowato in der Presse - Main-Echo

 

Artikel aus dem Main-Echo | 4. August 2012
von Sophie Reiß/Moni Münch

Hinter den Kulissen des Kommz arbeiten 300 Helfer

Presse Main-Echo 2012

[…] Von Freitag bis Sonntag läuft das 38. Kommz im Nilkheimer Park – doch Sebastian Oursin und die rund 300 anderen Helfer leben volle zwei Wochen auf dem Grünsteifen an der Großostheimer Straße. Hinter der Kinderspielwiese haben sie ihre eigene Zeltstadt aufgebaut.
Hier wird die Kommz-Idee vielleicht noch intensiver gelebt als auf dem Rest des Festivalgeländes: Für die Kommz-Gruppe gehört dazu nicht nur das Miteinander von inzwischen vier Generationen, sondern auch Nachhaltigkeit. Kommz-Gründungsmitglied Maria Büttner zeigt begeistert die neuste Errungenschaft im Camp: Toiletten aus Holz, die komplett ohne Wasser funktionieren. »Gespült« wird mit Holzspänen; »Das stinkt kein bisschen«, versichert die 57-Jährige, »das riecht wie im Wald.«

[…]


Artikel URL, Main-Echo


nowato in der Presse - Main-Echo

 

Artikel aus dem Main-Echo | 6. Juli 2011
von Ingrid Weidner

»Die sind super und riechen überhaupt nicht«

Geschäftsidee: Zwei Frankfurter Unternehmensgründerinnen wollen Kompost-Toiletten zum Durchbruch verhelfen

Frankfurt/Kassel
Die beiden quietschgrünen Toilettenhäuschen leuchten selbst an diesem regenverhangenen Tag auf dem weitläufigen Sportgelände in Kassel.
Der Sportverein Dynamo Windrad lud zur sogenannten Frauen-Bolz-WM ein. Doch anstatt der üblichen Miet-Klos, die mit chemischen Zusätzen arbeiten,
wählten die Veranstalter diesmal eine Novität aus, nämlich Kompost-Toiletten.

Presse Main-Echo
Séverine Felt (links) und Elisabeth Felt vor einer ihrer Kompost-Toiletten. Foto : Weidner

»Die sind super und riechen überhaupt nicht«, schwärmt ein Nutzer. Die jungen Unternehmerinnen Elisabeth und Séverine Felt aus Frankfurt freuen sich über das Lob. Die Bolz-WM in Kassel ist ihr zweiter Auftrag seit der Unternehmensgründung vor gut einem Monat. Mit ihrer Firma »Nowato« wollen sie umweltverträgliche Alternativen anbieten, die ganz ohne Wasseranschluss funktionieren. Täglich verbraucht ein Mitteleuropäer rund 44 Liter Trinkwasser allein für die Klospülung. Kompost-Toiletten funktionieren dagegen ohne Wasser, ähnlich wie ein Plumpsklo. Die Ausscheidungen werden kompostiert und so dem Verwertungskreislauf wieder zugeführt. Nutzer werfen mit einer kleinen Schaufel Sägespänen auf ihre Hinterlassenschaften
anstatt die Spülung zu betätigen. »Die Späne wirken geruchsbindend«, erklärt Séverine Felt. Zusammen mit den Spänen werden die Exkremente in einem Behälter gesammelt. Schon dort beginnt die Kompostierung.

In Deutschland gibt es bisher kaum Anbieter von Kompost-Toiletten. »Ich kenne Trockentoiletten aus Frankreich. Dort sind sie weit verbreitet«,
sagt Elisabeth Felt. Mit ihrem Unternehmen Nowato wollen sie das im Rhein-Main-Gebiet ändern. Ob Jazzfestival, Pfarrfest oder Kinovorführung – überall,
wo Toiletten benötigt werden, sehen sie ihr System als echte Alternative. Veranstalter können die Toiletten bei Nowato mieten oder auch kaufen.
Gemeinsam mit den Berliner Produktdesignern Sönke Hoof und Fabian Baumann haben Séverine und Elisabeth Felt die Toiletten und Pissoirs nach ihren
eigenen Vorstellungen gestaltet. Die beiden Gründerinnen hoffen, dass ihr umweltverträgliches Angebot viele begeistert. Die Besucher der »Bolz-WM«
in Kassel jedenfalls konnten sie von den Kompost-Toiletten überzeugen. Ingrid Weidner


Artikel im PDF Format | Artikel URL, Main-Echo

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Erstes Trockenklo am Störmthaler See entstanden
Leipziger Volkszeitung, Dezember 2017, Jörg ter Vehn

Toilettengang als Lehrstück
Bonner General-Anzeiger, November 2017, Lisa Inhoffen

Wohin mit unserem Mist?
Oya Ausgabe 43, 2017, Andrea Vetter, Anja Humburg

Trockentoilette für öffentliche Plätze
Stadt und Raum, August 2016

MORSCHHEIM: Gemeinde hat Trockentoilette am Piratenschiff installiert
Die Rheinpfalz, 30. Oktober 2015, Anja Hartmetz | Foto : Stepan

Here’s more on how to make our lives more sustainable. Frankfurt NOWATO
Companion Magazine N°3, Januar 2015

Alternative zum Chemie-Klo
Frankfurter Rundschau, 14. Januar 2015, Amelie Buskotte | Foto : Christoph Boeckheler

Großes Geschäft: Öko-Klos erobern Rhein-Main
Rhein-Main EXTRA TIPP, 25. Oktober 2014, Christian Reinartz

Mit Sägespänen spülen
FAZ, 19. Juli 2014, Kerstin Pasemann | Foto : Cornelia Sick

Perfekt für den Garten
Rheingau Echo, 03. Juni 2014

Hinter den Kulissen des Kommz arbeiten 300 Helfer
Main-Echo, 4. August 2012, Sophie Reiß/Moni Münch

Die sind super und riechen überhaupt nicht
Main-Echo, 6. Juli 2011, Ingrid Weidner | Foto : Ingrid Weidner